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Hochschulsport 

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Verein für Hochschulsport (VfH) e. V.

an der Universität Bremen

Sportturm - Universitäts-Boulevard 18 - 28359 Bremen

 

 

 

 

Der Vorstand :
Dr. Ulrich Meseck - Vorsitzender
Prof. Dr. Dietrich Milles - stellv. Vorsitzender
Werner Fahrenholz - Rechnungsführer
Wolfgang Lenz - Schriftführer


Die Geschichte

Im Oktober 1971 begann mit der Aufnahme des Lehr- und Forschungsbetriebes der Universität auch der Hochschulsport. Das Besondere am Bremer Hochschulsport, das sogenannte “Bremer Modell“, ist die Öffnung des Sportangebotes für alle Beschäftigten der Hochschulen sowie für Bürgerinnen und Bürgern durch vereinsförmige Organisation.  Zu Beginn waren die Kurse des Hochschulsports sogar kostenlos. Von den mittlerweile über 8500 Anmeldungen pro Semester ist rund ein Drittel von externen Teilnehmer/innen.

 

Zentrale Inhalte und Ziele des Hochschulsports der Gründerphase gelten auch heute noch: breitensportlich orientiertes Angebot und auch Förderung des Spitzensports, einfacher Zugang zu sportlicher Aktivität für Studierende und Mitarbeiter/innen, Sport als soziales Erleben und Lernen.

 

Nachdem sechs Jahre lang lediglich eine Sporthalle zur Durchführung der Hochschulsportkurse zur Verfügung stand, verbesserte sich die Situation 1978 mit der Inbetriebnahme des Sportzentrums. Fünf Teilhallen und Räume im ‚Sportturm‘ sowie Außenanlagen wurden vom Studiengang Sportwissenschaft und vom Hochschulsport gleichermaßen intensiv genutzt.  

 

Um die Universität finanziell zu entlasten, wurde die Gründung eines Fördervereins geplant, über den die organisatorischen und finanziellen Aufgaben des Hochschulsports geregelt werden sollten. Zunächst beschloss der Akademische Senat 1986 die Einrichtung eines “Zentrums für Hochschulsport“ mitsamt einer zentralen Betriebseinheit. Dann  gründete sich im Jahre 1986 der gemeinnützige “Verein für Hochschulsport e.V“ (VfH.) Dieser Verein wurde vom Rektor der Universität beauftragt, den Hochschulsport zu organisieren und durchzuführen. Ein Kooperationsvertrag aus dem Jahre 1987 (neu gefasst 2007) regelte die gegenseitigen Verpflichtungen. Der Geschäftsführer des Vereins wurde der jeweilige Leiter der zentralen Betriebseinheit. Um den Verein auch außerhalb der Universität im kommunalen Bereich anzubinden, wurde der Verein, da er keinem Fachverband angeschlossen ist, außerordentliches Mitglied im Landessportbund Bremen.

 

2015 beschloss der Akademische Senat weitgehende Kürzungen, die besonders auch den Hochschulsport trafen und in deren Folge die zentrale Betriebseinheit aufgelöst werden sollte. Mit dem Kanzler der Universität musste eine neue Kooperation vereinbart werden. Seitdem führt der Verein den Hochschulsport in Abstimmung mit der Universität und auf der Basis des Hochschulrahmengesetzes selbständig durch.

Auch diese Kooperation zielt darauf, den Hochschulangehörigen ein bedarfsorientiertes, breites Sport- und Bewegungsprogramm anzubieten. Die sozialen Belange und besondere Bedürfnisse von Teilnehmer/innengruppen sollen berücksichtigt werden. Auch die Gesundheit in der Lebens- und Arbeitswelt Hochschule soll gefördert werden. Schließlich gilt das Augenmerk weiterhin den kulturellen und sportlichen Interessen einschließlich der Wettkampfaktivitäten auf nationaler und internationaler Wettkampfebene. Die Partner gehen davon aus, dass der Hochschulsport Möglichkeiten der Identifikation mit der Universität bietet, zur Verantwortung vor der Gesellschaft in Stadt und Umland beiträgt, die Integration fördert und ein breites Qualifikationsfeld für die Teilnehmer darstellt. Daher öffnet sich der Hochschulsport auch weiterhin Personen, die nicht Mitglieder/Angehörige der Hochschule sind.
 

Das Verflechtungsprinzip

Der Hochschulsport wurde in seinen Anfängen als Modellversuch mit wissenschaftlicher Begleitung unter dem Thema “Verflechtung zwischen Universität und Stadt durch den Hochschulsport“ durchgeführt.

 

Ziel dieses Projektes war es, durch den Sport die traditionelle  Trennung zwischen Universität und Stadt aufzubrechen.

 

 Der Hochschulsport in Bremen stellt auch heute noch ein Bindeglied zwischen Universität und Bevölkerung dar.

 

 In den Sportkursen treiben externe Teilnehmer/innen und alle Statusgruppen der Universität gemeinsam Sport.

 

Aber nicht nur die Öffnung des Hochschulsports für die nichtuniversitäre Bevölkerung charakterisiert den Verflechtungsgedanken, sondern auch das Bemühen des Hochschulsports, auf den verschiedensten Ebenen mit den übrigen Trägern des Bremer Sports  zu kooperieren.  

 

Verpflechtung wird in diesem Sinne jedoch nicht eindimensional verstanden, sondern es war und ist immer Aufgabe des Hochschulsports gewesen, innovativ zu wirken, zu experimentieren und die Ergebnisse aus diesen Prozessen in die Region zu transferieren.

  

Bewegungs-, Spiel- und Sportangebot

Der Hochschul­sport bietet, eingebunden in die allgemeinen Aufgaben der Universität, den Universitätsangehörigen und der externen Bevölkerung ein be­darfsorientiertes Sport- und Bewegungs­programm an, das vor allem dem Spaß und der Freude am gemeinsamen Sporttreiben und an der körperlichen Be­wegung dient. Das Spektrum der zur Zeit ca. 450 Kurse reicht hierbei vom Breiten- und Freizeitsport  bis hin zum studentischen Wett­kampfsport, von A wie Akrobatik bis Z wie Zirkuskünste. Die Teilnehmer/innen erhalten die Möglichkeit, neue und alternative Sportarten kennenzulernen, ihr Bewegungsrepertoire zu erweitern und die soziale und kommunikative Seite  des Sports zu erfahren.

 

In einigen Kursen steht das Erlernen neuer Bewegungen und Sportarten im Mittelpunkt, andere Kurse setzen eine gewisse Leistungsstufe voraus, in anderen wiederum geht es vor allem um Freude an Bewegung, Spiel und Sport.

 

Der größte Teil der Kurse ist anfängerorientiert oder bietet Gelegenheit, unbekannte Sport- und Bewegungsarten und  -formen zu “erschnuppern“. Damit wird eine Ausgewogenheit erreicht, die die Teilnehmer/innen zu erweiterten und regelmäßigen Formen des Breiten- und Freizeitsports hinführt. Auf diese Weise will der Hochschulsport das Konzept "Sport für alle" umsetzen.

 

Neben der breitensportlichen Orientierung und der Umsetzung des Verflechtungsgedankens bemüht sich der Hochschulsport auch, die sportlichen Angebote an einer sozialintegrativen Gesundheitsförderung zu orientieren.

 

Das Gesamtangebot des Hochschulsports erfüllt inhaltlich im wesentlichen folgende Voraussetzungen:

 

  • Die Angebote des Hochschulsports sind hinsichtlich Themen, Gestaltung und Organisationsform ganzheitlich,  zielgruppen- und be­darfsorientiert.
  • Die unterschiedlichen Sportmotive, wie Spiel- und Bewegungsfreude, körperli­che Fitneß, Kommunikation, Gesund­heitsvorsorge, Leistungsvergleich oder Naturerlebnis, spiegeln sich in der sehr großen An­gebotsvielfalt wieder.
  • Gesundheit wird im Hochschulsport in einer ganzheitlichen Perspektive ver­standen und zielt auf eine Steigerung des physischen, psychischen und sozia­len Wohlbefindens ab.
  • Sport- und Bewegungsinteressen vor individuell unterschiedlichen kulturellen Hintergründen müssen im Hochschul­sport gestaltbar bleiben.
  • Im Hochschulsport sollen qualifizierende einerseits, unterhaltende und gesellige Angebote andererseits in optimalem Verhältnis vertreten sein. Damit soll er zur Selbstbe­stimmung und Eigenkompetenz der Sporttreibenden und insgesamt ganz wesentlich zu ihrer Lebensqualität beitragen. Die anzu­strebenden Lernprozesse richten sich nicht nur auf die Aneignung von sport­spezifischen Fähigkeiten und Kenntnis­sen, sondern beinhalten über den Sport hinaus relevante Grundhaltungen wie Fairneß, Rücksichtnahme oder umwelt­bewußtes Handeln.

 

Der Aufgabenbereich Sport wird traditio­nell und entsprechend den Interessen der Teilnehmenden sehr weit gefaßt und entspricht mit seiner Vielfalt dem Prinzip, als “Sport für alle“ den ganzen Menschen anzusprechen. Er beinhal­tet neben den “klassischen“ Sportarten im Breiten- und Wettkampfsport auch mo­derne Spiel- und Bewegungsformen sowie Angebote, bei denen Bewegung nur ein Element unter mehreren ist.

 

Hierzu gehören unter anderem:

 

  • Teamorientierte Sport- und Freizeit­spiele
  • Individual- und Fun-Sportarten
  • Fitneß-, Entspannungstraining und asiatische Bewegungsformen
  • Tanz und Gymnastik
  • Schwimm- und Wassersportarten
  • Budo- und Kampfsportarten
  • Experimentelle Sportarten wie  Jonglieren, Einradfahren etc.

 

Die Zielgruppen werden mit differenzier­ten Angeboten versorgt, die ihren jeweils spezifischen Neigungen und Fähigkeiten entsprechen. Die Entscheidungen über das Sportprogramm werden unter Berücksichtigung von finanziellen, organisatorischen und ökolo­gischen Gesichtspunkten sowie orientiert an der sozialen Situation der Teilnehmer/innen getroffen. Gesellschaftlich benachtei­ligte Gruppen werden integrativ eingebunden, zum anderen aber nach Möglichkeit auch gezielt gefördert, um ihnen eigene Räume sozialer Teilhabe zu eröffnen. Die Förderung von Frauen auf allen Ebe­nen, wie sie die Hochschulgesetze, die Frauenförderpläne und deren Fort-schrei­bung fordern, gilt selbstverständlich auch für den Hochschulsport.

 

Die Ziele

 Der Hochschulsport an der Universität Bremen hat die Aufgaben, dazu beizutragen, 

  • dauerhafte Motivation zu Sport, Spiel und Bewegung zu entwickeln,
  • die physische und psychische Belast­barkeit und Stabilität zu erhalten und zu verbessern,
  • eine umfassende Verantwortung für eine gesunde Lebensführung zu entwickeln und
  • die Kommunikation und Kooperation unter den Universitätsangehörigen und externer Bevölkerung zu verbessern.
  • Sport, Spiel und Bewegung als menschlich-soziales Miteinander erlebbar zu machen.
  • im Sport benachteiligte gesellschaftliche Gruppen - Senioren/-innen, Behinderte, Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger etc. zu unterstützen.

 

Der Hochschulsport ist somit einerseits eine studien- und arbeits­platznahe, andererseits eine freizeitbezogene Dienstleistung mit bildungspoli­tischem Auftrag.

 

Identifikation und Außendarstellung 

Das Angebot in seiner ganzen Breite, ebenso wie besondere regio­nale, nationale und internationale Sport- und Kulturveranstaltungen wirken über den Rahmen der Universität hinaus und stär­ken deren Profil sowie ihre Darstellung in der Öffentlichkeit

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 Der Hochschulsport gestaltet nicht nur den Lebensraum Universität, sondern un­terstützt durch seine Inhalte, seine kultu­relle Ausstrahlung und seine integrativen Möglichkeiten die kommunale Einbindung der Universität.

 

Auch die Teilnahme von Studierenden der Universität an nationalen und internationalen Wett­kämpfen, die vom Hochschulsport in Kooperation mit der Universitätsleitung organisiert und finanziert werden, dokumentieren die Leistungsfähigkeit einer Hochschule in der interessierten Öffentlichkeit.

 

Der Hochschulsport stellt ein Lernfeld zum Erproben und Erwerben persönlichkeits­bildender Fähigkeiten dar, wie beispiels­weise Teamfähigkeit, soziale Kompetenz, Verständnis für demokratische Entscheidungsprozesse, für internationale und in­terkulturelle Kommunikation.

 

Der Hochschulsport ermöglicht studenti­sches Engagement und eröffnet damit eine Vielzahl von Mitbestimmungs- und Gestaltungsmöglichkeiten, die für den Le­bens- und Berufsweg qualifizieren können. Der Hochschulsport kann seinen Aufgaben nur gerecht werden, solange eine Teilhabe der Studierenden an dessen Entscheidungsprozessen gewährleistet ist.

 

Gerade Studierende mit ihrer kulturellen Offenheit, ihrem relativ flexiblen Zeitbud­get sowie ihrer wechselnden und differen­zierten Interessenlage ließen es bislang zu, konstruktiv mit aktuellen Trends aus Sport-, Bewegungs- und Jugendkultur umzuge­hen und dadurch zur Entwicklung einer eigenen (Bewegungs-) Kultur an der Universität beizutragen.

 

 Durch Kooperation mit Forschung und Lehre (Studiengänge: Sportwissenschaft, Behindertenpädagogik, Primarstufe) bietet der Hochschulsport den Teilnehmer/innen vielfältige Möglichkeiten zur persönlichen und beruflichen Qualifikation/Fortbildung als Kursleiter/in in der pädagogischen Arbeit mit Bewegungs-, Spiel- und Sportgruppen.

 

Darüber hinaus ermöglicht die vom Verein für Hochschulsport herausgegebene wissenschaftliche Schriftenreihe die Veröffentlichungen hervorragender sportwissenschaftlicher Arbeiten.

 

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